Eine Schwierige Entscheidung
Gestern habe ich etwas Schlimmes erlebt. Es geht um meinen Nachbarn, Herrn Schmidt, den Besitzer des kleinen Hauses nebenan. Seine Ehe schien immer glücklich. Aber seit dem Tod seiner Frau, die eine Witwe hinterließ, ist er der einzige Elternteil für seinen Sohn.
Heute Nachmittag hörte ich plötzlich einen lauten Pfiff von der Straße. Dann sah ich, wie Herr Schmidts Auto zu brennen begann! Ich konnte nur dastehen und den beißenden Geruch von Rauch und verbranntem Gummi spüren. Mein ganzer Körper war in Schweiß gebadet. Plötzlich packte mich eine heiße Wut. Wie konnte so etwas passieren?
Ich wollte helfen, aber ich musste mich beeilen. Ich entschied mich, die Feuerwehr zu melden. Während ich auf sie wartete, sah ich, wie Herr Schmidt versuchte, etwas aus dem Kofferraum zu retten. Er schien bereit, sein Leben für das Auto zu opfern! Das war doch verboten! "Komm mir nicht mit solchem Unsinn!", rief ich ihm zu. "Lass das Auto! Hauptsache, du bist unverletzt!"
Der Schmerz in seinen Augen war schrecklich. Später erzählte er mir, dass im Kofferraum die alten Fotos seiner Frau waren. Er versucht nun, die verlorene Zeit mit seinem Sohn einzuholen und ihm den Ehemann-Part zu ersetzen. Er muss einen Befehl erfüllen, den er sich selbst gegeben hat: für seinen Sohn da zu sein. Ich traute mich kaum zu fragen, wie es ihm geht, aber er sagte, er vertraue darauf, dass alles gut wird. Wir mussten so laut lachen, als der Sohn später eine lustige Geschichte erzählte, dass wir uns fast zu Tode lachten. Ich hoffe nur, dass so ein Unglück nicht immer wieder passiert. Seine ruhige Attitude in dieser Krise hat mich tief beeindruckt. Er ist stark.