March 24, 2021

Roséweine

Vor dem Millennium war der Rosé total «out» und galt als billig. Heute wird er als erfrischender und vielfältiger Wein gefeiert. Und meistens stimmt auch die Qualität.

Angefangen hat sein Siegeszug an der Cõte d’Azur. Die Reichen und Schönen zogen den Rosé vermehrt dem Champagner vor. Mit seiner Frische, dem eher tiefen Alkoholgehalt und der belebenden Säure ist er nämlich der perfekte Wein für unkomplizierte, fröhliche Sommerabende.

Man könnte denken, dass hellfarbiger Wein durch die Mischung von weissem und rotem Wein entsteht. Dieses Vorgehen ist allerdings nur für Rosé-Schaumweine erlaubt. Dafür mischen die Winzer einen Weisswein mit 10 bis 20 Prozent Rotwein. Alle anderen Roséweine https://www.spanienweinonline.ch/alle-weine/roseweine/ entstehen dadurch, dass die Schalen der Rotweintrauben nur kurz im zusammengepressten Traubenbrei, der sogenannten Maische, verbleiben – oft nur einige Stunden. Rotweine bleiben Tage oder sogar Wochen mit den Schalen in Kontakt. Aus diesem Grund lösen sich bei hellfarbigen Weinen auch weniger Gerbstoffe, sogenannte Tannine, die für den rau-trockenen Geschmack beim Rotwein sorgen. Roséweine wirken daher leichter und frischer.